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 Betreff des Beitrags: [E1] Friedrich von Wartburg
BeitragVerfasst: Mo 4. Jan 2010, 15:52 
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Registriert: Mo 4. Jan 2010, 15:48
Beiträge: 1
Wohnort: Wartburg
Herzog Friedrich von Wartburg hob sein Glas und senkte seinen Daumen.
Weniger als der Ansatz, mehr der Gedanke eines Schreis, der ausblieb, wo er hätte sein sollen, war zu hören und der Kopf des Boten rollte über die Marmorfliesen in dem riesigen Audienzsaal des Herzogs.
Dieser nippte an seinem Weinglas und gab einem Diener mit einem Handzeichen zu verstehen, dass er die Leiche fortschaffen solle.
Der Herzog stellte das Weinglas wieder neben seinen Thron auf den kleinen, kunstfertig geschnitzten Buchentisch.
Er klatschte in die Hände und sein Leibdiener erschien einen Schritt hinter seinem Thron.
„Was wünschen eure Hoheit.“, fragte dieser, während er die übliche Verbeugung ausführte.
„Schickt nach unseren Beraten. Dieser Bote hat unseren Morgen zerstört und uns dürstet nach Vergeltung.“, antwortete der Herzog ohne den Diener eines Blickes zu würdigen, als er nach einem Stück Brot und einem Stück Käse griff, welches ebenfalls auf dem Beistelltisch lagen.
„Wie ihr wünscht, eure Durchlaucht.“, antwortete der Diener, sich immer noch in seiner Verbeugung harrend, richtete sich auf und verschwand rennend aus der Halle. Wenn sein Herr etwas hasste, dass wusste er, dann war es Warten.

Es dauerte keine zehn Minuten dann waren alle Berater aus den verschiedenen Teilen der Burg, in denen sie sich aufgehalten hatten um ihrer Arbeit nach zu gehen im Audienzsaal und hatten sich vor dem herzog verbeugt. Dieser beachtete sie erst nicht, bis Melcam, ein Mann der dem Herzog seit Jahren diente und sein Amt von seinem Vater geerbt hatte, welcher wiederum dem Vater des Herzogs gedient hatte, vor trat und sich räusperte.
„Was wünschen eure Hoheit, dass sie uns alle von ihren Posten rufen lies?“, fragte er. Ein weniger vertrauter Zuhörer hätte meinen können einen gewissen Vorwurf in Melcams Frage zu erkennen. Der Herzog hingegen hatte Jahre lang mit Melcam gedient, sie waren als Kinder zusammen aufgewachsen und er vertraute diesem Mann mehr als all seinen anderen Beratern. Und Melcam vertraute ihm und würde sich zu keinerlei respektlosem Verhalten hinreißen lassen ohne vorher den Grund seines Herren gehört zu haben. Herzog Friedrich sah ihn nun direkt an, die Wut die sich zuvor wegen des Boten gebildet hatte, war bereits verraucht.
„Bitte verzeiht uns, wir waren in Gedanken versunken. Ich habe euch rufen lassen, weil heute Morgen ein Bote von der Kriegsallianz „Liberal und Fair“ bei uns eingetroffen ist und uns das Angebot unterbreitet hat dieser Allianz beizutreten. Wir haben ihn hinrichten lassen.“

Er machte eine Pause und schien wieder in seine Gedanken zu versinken, weshalb Melcam schnell nach harkte: „Eure Durchlaucht, darf ein einfacher Berater wie ich fragen, weshalb ihr euch zu einer derartigen Handlung habt hinreißen lassen?“ Wieder schien der Herzog aus einer Art Trance zu erwachen.
„Natürlich dürft ihr das alter Freund. Die Nachricht dieser Bruderschaft war eine unglaubliche Unverschämtheit, als würde sie in gleicher Art an tausende weniger bedeutende Adlige verschickt werden. Bloß eine einfache Nachricht ob wir beitreten möchten oder nicht, ohne die geringste angebrachte Hochachtung zu zeigen und das obwohl wir vorher noch von keinem dieser Adligen gehört haben. Es scheinen einige dieser neu berufenen Adligen zu sein, welche von Napoleon in ihre Ämter gerufen wurden und keinerlei Herrschaftsberechtigung haben. Allein die Dreistigkeit, sich mit dieser Nachricht an uns als zum herrschen geborene Hoheit zu richten ist eine Unverschämtheit. Allerdings sehen wir mittlerweile davon ab, weitere Vergeltung oder Entschuldigungen zu fordern. Sollen diese neuen Adligen sich doch erst einmal beweisen. Wenn die Hälfte von ihnen dann durch ihre eigene Unfähigkeit gestorben ist werden wir erneut über die Situation nachdenken müssen.“ Melcam, der diese schier endlosen Ansprachen seines Herzogs kannte und die Feinheiten der Politik noch nie ganz verstanden hatte, er fühlte sich auf dem Schlachtfeld, umzingelt von zwanzig bis an die Zähne bewaffneter Feinde, einfach wohler als in einem Zimmer voller Diplomaten, entschied sich nichts zu den Ausführungen seines Herren zu sagen um möglichst schnell zurück zu einen Truppen gelangen zu können.

Der politische Berater Heinrich hingegen fühlte sich verpflichtet etwas zu sagen. Er war schon achtzig Jahre alt und hatte vor der Herrschaft von Herzog Friedrich bereits dessen Vater gedient. „Wenn eure Hoheit erlauben, möchte ich dennoch wiederholt auf die Dringlichkeit eines festen Bündnisses hinweisen. Die Zeiten ändern sich und ein einzelner Herzog, wie groß seine Macht und wie stark seine Armee auch sein mag, kann nicht mehr alleine überstehen.“ Herzog Friedrich, der dieses Thema schon einige male mit dem alten Heinrich besprochen hatte, gab diesem ein Zeichen um fortzufahren. „Nun eure Durchlaucht, ich habe mir einige der Bündnissystem genauer angesehen und soweit ich das beurteilen kann gibt es nur eine würdige Verbindung, die eurer Größe entspricht.“, wieder brach er ab und wartete auf ein Zeichen seines Herren um fortfahren zu dürfen. Friedrich, dem dieses Gespräch allmählich auf die nerven ging sagte:“ Nun Heinrich, werdet ihr uns diese Möglichkeit auch nennen oder erwartet ihr, dass wir sie erraten.“ Ein weniger erfahrener Berater wäre nun vor Scham rot angelaufen doch Heinrich war zu alt um sich so einfach verunsichern zu lassen. „Eure Hoheit, nur die Nephilim genügen unseren Ansprüchen.“ „Dann werden wir uns wohl an diese richten müssen. Heinrich, ihr bringt in Erfahrung wie und zu wem wir Kontakt aufnehmen müssen. Ihr könnt euch zurückziehen. Melcam ihr bleibt bitte noch wir möchten mit euch noch einige Einzelheiten wegen des geplanten Spionage Netzwerkes klären.“


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